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Station 5 –
Die Barmherzigen

„Glückselig sind die Barmherzigen,
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“

(Matthäus 5,7 – Schlachter 2000)

Weitergeben, was empfangen wurde

Ich habe nicht mehr versucht,
mich selbst zu füllen.

Und dann habe ich erlebt,
dass mir gegeben wird.

Geduld.
Nachsicht.
Erbarmen.

Nicht, weil ich es verdient habe.

Sondern weil Gott barmherzig ist. 

 

Barmherzigkeit ist kein moralischer Anspruch.
Sie wächst dort,
wo ein Mensch selbst gehalten wurde.

Wer Gottes Geduld erfahren hat,
beginnt anders zu sehen:
mit weicheren Augen
und einem Herzen,
das nicht sofort urteilt.

Der fünfte Raum: Ein bewohnbares Haus

Wo Erbarmen Raum gewinnt,
verändert sich die Atmosphäre.

Angst verliert ihre Schärfe.
Härte ihren Halt.

Hier darf auch das Unfertige bleiben.


Hier wird niemand fortgeschickt.

Ein Haus wird bewohnbar,
wenn nicht das Urteil regiert.

Gebet

Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Du bist mir barmherzig begegnet,
als ich es nicht verdient habe.

Lass dieses Erbarmen mein Herz verändern.

 

Lehre mich, 

mit anderen so umzugehen, 

wie du mir begegnet bis.


Lass dein Erbarmen

durch mein Leben sichtbar werden.
Amen.

Denkanstoß

Erinnere dich

wo dir Barmherzigkeit begegnet ist.

Sie ist ein Geschenk.

Und ein Weg.

Lass sie durch dich weiterfließen,
so wie du sie empfangen hast.

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