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Wegmarke 11 –
Der Weg bleibt in mir

Der Morgen ist ruhig.

Ich weiß, dass ich heute zurückkehren werde.

Ich gehe noch einmal durch den Ort.

Die Wege.
Die Häuser.
Die Menschen.

Alles ist da.

Und doch sehe ich es anders als zuvor.

Ich gehe in einen Kräutergarten.

Still.

Geordnet.

Ich lese Worte:

Heilung.
Stärkung.
Ruhe.

Und ich merke:

Etwas hat begonnen.

Nicht alles ist abgeschlossen.

Aber etwas ist in Bewegung.

In der Stille wird mein Blick klar.

Ich erkenne:

Heilung geschieht nicht nur im Gehen.

Sondern auch im Stillwerden.

Im Bleiben.

Im Inneren.

Ich sehe zurück.

Der Weg liegt hinter mir.

Und doch weiß ich:

Er ist nicht vorbei.

Er ist in mir.

Denn dort, wo Gott mir begegnet ist,
ist Raum entstanden.

„Siehe, ein Thron stand im Himmel…“ (Offb 4,2)

 

Und ich beginne zu verstehen:

Der Himmel ist nicht fern.

Er ist nahe.

Ich gehe zum Bahnhof.

Ich warte.

Dann steige ich ein.

Der Zug setzt sich in Bewegung.

Der Ort bleibt zurück.

Und doch nicht wirklich.

Ich nehme ihn mit.

Die Stille bleibt.

Die Gewissheit bleibt.

Der Weg geht weiter.

In mir.

Ich habe erkannt

dass Heilung Teil meines Weges ist.

Ich habe gelernt still zu werden.

Und zu zu lassen,

dass Gott wirkt.

Ich habe begonnen

auf die leisen Hinweise zu achten.

 

Nicht alles ist laut.

Nicht alles sichtbar.

 

Ich beginne zu verstehen,

 

dass Gott auf viele Weise spricht.

Leise.

Und tief.

Ich lerne, aufmerksam zu sein

Ich trage den Weg in mir weiter

Ich gehe zurück.

Aber ich kehre nicht leer zurück.

Der Weg hat Spuren hinterlassen.

Und ich vertraue:

Gott wird weiterführen. 

Gebet

Vater,

du kennst meine Wunden.
Du kennst meine Erschöpfung.
Und du kennst den Weg der Heilung.

Du hast begonnen mein Herz zu heilen.

Nicht auf einmal, sondern schrittweise.

Du hast mir gezeigt, dass Heilung Zeit braucht.

Stille.

Raum.

Deine Nähe.

 

Lass mich nicht zurückfallen in das Alte.

Lehre mich, still zu werden,

wenn du wirkst.


Lehre mich zu vertrauen,

auch wenn ich noch nicht alles sehe.


Bewahre, was du in mir begonnen hast,

und führe die Heilung weiter.

 

In deiner Gegenwart findet meine Seele Ruhe.

Amen.

Siegelwort:

Der Weg endet nicht.

Er verlagert sich.

Von außen nach innen.

Schriftwort:

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
(1. Korinther 3,16)

und

„Siehe, die Wohnung Gottes ist bei den Menschen.“
(Offenbarung 21,3)

Nahara Emet Monochromatisches Symbol

Die Pilgerbriefe vertiefen diesen Weg.

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