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Wandern zu zweit

Wegmarke 6 –
Nicht mehr allein gehen

Ort: Der Weg von Wilsede Richtung Süden
(Mischpacha-Aufstellung)

Am Morgen verlasse ich die Herberge.

Ich bin ausgeruht, und in mir ist eine Ruhe, die gestern noch nicht da war.

Ich gehe weiter, auch wenn ich nicht weiß, was vor mir liegt.

Nach einiger Zeit begegnet mir ein anderer Pilger.

Ohne viele Worte gehen wir nebeneinander.

Es ist, als hätte der Weg uns zusammengeführt. Nicht geplant. Nicht gesucht.

 

In der Ferne klingt ein Ruf.

Wie der Schall einer Posaune, der sammelt (Jer 4,5).

Nicht jeder für sich, sondern gemeinsam.

Wir gehen weiter. Nebeneinander.

Manchmal sprechen wir. Nicht über alles. Aber über das, was trägt.

Der Weg wird leichter. Nicht, weil er einfacher ist.

Sondern weil ich ihn nicht mehr allein gehe.

Dann trennen sich unsere Wege. Ohne große Worte. Nur ein stilles Nicken.

Ich gehe weiter. Und doch nicht mehr allein.

Während ich weitergehe, beginne ich zu erkennen:

Ich war nie allein.

Ich blicke zurück – nicht mit meinen Augen, sondern mit meinem Inneren.

Und sehe Spuren. Führung. Bewahrung.

 

Nicht immer sichtbar – nicht immer so, wie ich es erwartet hätte.

Aber ich war nie allein.

​

Der Ewige ist nahe.

Er führt mich.

Er bewahrt mich.

Er bleibt bei mir. Er liebt mich.

Und in dieser Gewissheit gehe ich weiter.

Die Erdung im Gehen:

Auf dem Weg durch die weite Heide, weg von der schützenden Herberge in Wilsede, geschieht das Wunder der Begegnung. Es ist die Zeit, in der Jeschua die „Mischpacha“ – die geistliche Sippe – zusammenführt. Der ferne Schall der Posaune, den ich 2022 im Donner von Minden vernahm, sammelt uns jetzt zu einem Heer. Wie ich es im Oktober 2022 auf der [→ MiDeAn-Frauenkonferenz (Die verborgene Reise)] erlebte, stehen wir nun Schulter an Schulter. Mehr über die Kraft dieser Gemeinschaft und warum wir gerade jetzt zusammenrücken müssen, erfährst du im [→ Blogbeitrag Teil 6: Die Waffenrüstung und das Kleid der Braut].

Gebet

Ewiger Gott,

du warst da, auch als ich dich nicht erkannt habe.


Du warst da, auch als ich meinte, allein zu gehen.

Du kennst meinen Weg.
Du kennst mein Herz.

​

Öffne meine Augen, damit ich deine Nähe erkenne.
Stärke mein Vertrauen, damit ich dir weiter folgen kann.

Lehre mich, in deiner Gewissheit zu gehen.

​

Amen

Siegelwort:

Du warst nie allein. 

 

Gott führt –

und stellt uns Menschen zur Seite, die mit uns das Land einnehmen..

Schriftwort:

„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen,

den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“
(Psalm 32,8)

Nahara Emet Monochromatisches Symbol

Die Pilgerbriefe vertiefen diesen Weg.

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