Wegmarke 12 –
Das Vaterhaus
Ort: Über Hannover (Das Tal des Todesschattens) nach Minden (Jerusalem / Das Ziel)
Ich bin zurückgekehrt. Der Weg liegt hinter mir. Ich öffne meinen Rucksack. Ich packe aus.
Ich bin nicht mehr dieselbe. Etwas ist geblieben: Die Stille. – Die Spuren. – Die Nähe.
Ich sehe mein Zuhause. Alles ist vertraut, und doch ist etwas anders. Denn ich erkenne: Ich bin nicht zurückgekehrt, um Ihn wieder zu suchen. Er ist nicht fern. Er ist hier. Er war nie fern.
Es ist die Gewissheit des versiegelten Buches (Daniel 12,1): Meine Identität ist nun fest in Ihm verankert. Die Zeit der Not und der Suche liegt hinter mir. Inmitten meines Alltags stehe ich unter dem Schutz des Höchsten, und mein Name ist in Seiner Ewigkeit verzeichnet. Er hat mich nicht nur auf dem Weg begleitet. Er ist mit mir gekommen.
Ich beginne zu verstehen: Ich selbst bin ein Ort Seiner Gegenwart geworden. Er hat Seine Wohnung nicht aus Stein gebaut. Er hat sie in mir errichtet. Er ist nicht fern. Er ist nahe. Er ist hier. Und ich bin zu Hause.
Hier am Ziel erkenne ich: Der Strom (Nahara) ist in mir zur Ruhe gekommen, und die Wahrheit (Emet) ist mein Fundament geworden.
Ich bin nicht mehr nur ein Wanderer – ich bin Sein Tempel geworden, ein Träger Seiner Gegenwart, Seine Bundeslade in dieser Zeit.
Die Erdung im Gehen:
Die Fahrt führte mich durch Hannover, den Ort, der einst (2001–2003) mein Zuhause war. Es war mein persönliches „Tal des Todesschattens“ (Psalm 23), das mir und meinen Kindern durch den tragischen Verlust meines ersten Mannes buchstäblich den Boden unter den Füßen weggeschlagen hatte. Dass der Weg heute durch dieses Tal hindurchführt, ohne dass ich darin bleiben muss, ist das größte Zeugnis Seiner Heilung.
Er hat mich weitergeführt, westlich nach Minden – mein geistliches Jerusalem. Wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus erst im Rückblick erkannten, dass der Herr die ganze Zeit mit ihnen ging, so erkenne ich heute: Er war da, auch in den Trümmern von Hannover. Er hat mich nicht nur gerettet, Er hat mich nach Hause gebracht.
Geistlich blicken wir auf das Jahr 2031 (6000) – das 120. Jubiläum der Menschheit. In Minden schließt sich für mich der Kreis: Hier, wo 2022 der donnernde Startschuss für die Armee Gottes fiel, kehrt nun die vollkommene Sabbatruhe ein. Der Marsch der Landeinnahme mündet in der Gewissheit:
Ich bin zu Hause, weil Er in mir wohnt und alles neu gemacht hat.
Gebet
Vater,
du warst bei mir auf jedem Schritt meines Weges.
Und jetzt erkenne ich:
Du bist nicht nur bei mir. Du hast Wohnung in mir genommen.
Wie deine Gegenwart einst im Allerheiligsten ruhte, so willst du in meinem Herzen wohnen.
Nicht fern, nicht verborgen, sondern lebendig in mir.
Ich danke dir für Jeschua, den Weg zu dir.
Durch ihn bin ich kein Fremder mehr, sondern ein Ort deiner Gegenwart.
Lehre mich, als dein Tempel zu leben.
Lehre mich, aus dieser Nähe zu leben.
Bewahre mein Herz, dass es dir Raum gibt.
Du bist nahe. Und ich bin Dein.
Amen.
Siegelwort:
Der Weg endet nicht – er nimmt Wohnung in dir
Schriftwort:
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist…?“
(1. Korinther 6,19)
„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“
(Psalm 147,3)

Gehe nun unter dem Schirm des Höchsten. Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre dein Herz und deine Sinne in Jeschua HaMaschiach.
Amen.
Margit Kresin
Vom Ankommen zum Weitergehen
Manche Wege enden nicht dort, wo wir ankommen.
Manche Wege beginnen gerade dort neu.
Wenn du weitergehen möchtest, führt dich der nächste Abschnitt auf einen Weg,
den Jeschua selbst vor uns gelegt hat - den Weg der Wahrheit
