Wegmarke 12 –
Das Vaterhaus
Ich bin zurückgekehrt.
Der Weg liegt hinter mir.
Ich öffne meinen Rucksack.
Ich packe aus.
Ich bin nicht mehr dieselne.
Etwas ist geblieben.
Die Stille.
Die Spuren.
Die Nähe.
Ich sehe mein Zuhause.
Alles ist vertraut.
Und doch ist etwas anders.
Denn ich erkenne:
Ich bin nicht zurückgekehrt,
um ihn wieder zu suchen.
Denn ich habe erkannt:
Er ist nicht fern.
Er ist hier.
Er war nie fern.
Es ist die Gewissheit des versiegelten Buches (Dan 12,1):
Meine Identität ist nun fest in Ihm verankert.
Die Zeit der Not und der Suche liegt hinter mir.
Inmitten meines Alltags stehe ich
unter dem Schutz des Höchsten,
und mein Name ist in Seiner Ewigkeit verzeichnet.
Er hat mich nicht nur auf dem Weg begleitet.
Er ist mit mir gekommen.
Und ich beginne zu verstehen:
Ich selbst bin ein Ort Seiner Gegenwart geworden.
Nicht aus mir selbst.
Sondern weil er in mir wohnt.
Er hat Seine Wohnung nicht aus Stein gebaut.
Er hat sie in mir errichtet.
Er ist nicht fern.
Er ist nahe.
Er ist hier.
Und ich bin zu Hause.
Hier am Ziel erkenne ich:
Der Strom (Nahara) ist in mir zur Ruhe gekommen,
und die Wahrheit (Emet) ist mein Fundament geworden.
Ich bin nicht mehr nur ein Wanderer –
ich bin Sein Tempel.
Ich habe erkannt
dass seine Gegenwart in mir ist.
Ich bin nicht mehr auf der Suche.
Ich bin nicht mehr unterwegs,
um anzukommen.
Ich bin angekommen.
Nicht weil ich alles verstanden habe,
sondern weil er in mir wohnt.
Ich gehöre zu ihm.
Ich bin sein Tempel
Ich habe geglaubt,
ich müsste zu einem bestimmten Ort gehen.
Doch jetzt erkenne ich:
Er hat sich selbst einen Ort bereitet.
Nicht aus Stein - sondern in mir.
Seine Gegenwart ist nicht fern.
Sie ist hier.
Ich beginne zu verstehen:
Was einst im Allerheiligsten verborgen war,
schreibt der Heilige Geist in mein Herz.
Gottes Wort ist nicht mehr nur auf Steintafeln,
sondern lebendig in mir.
Was tot erschien,
bringst Gott zum Blühen –
wie ein Stab, der neu ausschlägt.
Gottes Gegenwart ist kein fernes Zeichen mehr,
sondern eine lebendige Wirklichkeit.
Ich bin zu Hause
Ich muss nicht mehr suchen wie zuvor.
Ich darf bleiben.
Ich darf leben.
Ich darf gehen – und doch zu Hause sein.
Das Vaterhaus Gottes ist nicht fern.
Seine Gegenwart ist in mir.
Und ich bin sein.
Gebet
Vater,
du warst bei mir auf jedem Schritt meines Weges.
Und jetzt erkenne ich:
Du bist nicht nur bei mir.
Du hast Wohnung in mir genommen.
Wie deine Gegenwart einst im Allerheiligsten ruhte,
so willst du in meinem Herzen wohnen.
Nicht fern.
Nicht verborgen.
Sondern lebendig in mir.
Ich danke dir für Jeschua,
den Weg zu dir.
Durch ihn bin ich kein Fremder mehr,
sondern ein Ort deiner Gegenwart.
Lehre mich, als dein Tempel zu leben.
Lehre mich, aus dieser Nähe zu leben.
Bewahre mein Herz,
dass es dir Raum gibt.
Du bist nahe.
Und ich bin dein.
Amen.
Siegelwort:
Der Weg endet nicht – er nimmt Wohnung in dir
Schriftwort:
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist…?“
(1. Korinther 6,19)
„Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“
(Psalm 147,3)

Gehe nun unter dem Schirm des Höchsten. Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre dein Herz und deine Sinne in Jeschua HaMaschiach.
Amen.
Margit Kresin
Vom Ankommen zum Weitergehen
Manche Wege enden nicht dort, wo wir ankommen.
Manche Wege beginnen gerade dort neu.
Wenn du weitergehen möchtest,
führt dich der nächste Abschnitt auf einen Weg,
den Jeschua selbst vor uns gelegt hat -
den Weg der Wahrheit
