Wegmarke 8 –
Ich werde getragen und gereinigt
Ort: Der Totengrund (bei Wilsede)
Der Weg hat mich Kraft gekostet.
Was am Anfang leicht war, ist schwer geworden.
Meine Schritte sind langsamer geworden. Ich bin an meine Grenzen gekommen. Ich konnte nicht mehr gehen wie zuvor und doch bin ich weitergekommen. Nicht aus eigener Kraft.
„Nicht durch Kraft und nicht durch Macht,
sondern durch meinen Geist, spricht der HERR.“ (Sach 4,6).
Ich wurde getragen. Und so komme ich an. Früher, als ich es erwartet hatte.
Ich stehe vor der Herberge. Die Tür ist noch verschlossen.
Ich warte. Ich bin müde. Mein Körper ist erschöpft.
Doch dann öffnet sich die Tür.
Ich trete ein.
Es ist still.
Ich lege ab, was ich getragen habe. Den Staub. Die Schwere.
Ich wasche mich und meine Kleider.
Es ist mehr als Wasser; es ist die Reinigung des Herzens.
„Beschneidet die Vorhaut eures Herzens…“ (Jer 4,4).
Nicht äußerlich. Tiefer.
Was sich angesammelt hat, was hart geworden ist, was mich beschwert hat – bleibt zurück.
Ich werde leer. Nicht um zu verlieren, sondern um neu gefüllt zu werden.
Ich nehme Öl und salbe was wund geworden ist. - Langsam. - Behutsam.
Ich spüre, wie neue Kraft zurückkehrt. Ich werde still.
Ich muss nicht weitergehen. Noch nicht.
Ein neuer Tag liegt vor mir.
Ein Tag der Ruhe.
Sabbat.
Ich beginne zu verstehen. Diese Zeit ist kein Zufall.
Tief in mir höre ich einen Ruf:
"Komm zum Brunnen."
Es ist der Ruf Jesu, der schon dort ist und mich erwartet (Joh 4,7).
Der mich bittet, und zugleich der ist,
der mir das lebendige Wasser geben kann. (Joh 4).
Ich weiß noch nicht, was mich dort erwartet,
aber ich bin bereit dem Ruf zu folgen.
Die Erdung im Gehen:
Am Totengrund, einem der tiefsten und stillsten Orte der Heide, geschieht das Wesentliche: Das Alte stirbt ab, damit das Neue Raum gewinnt. Geistlich befinden wir uns hier im Jahr 5995 (2026), dem Jahr von Gilgal.
Wir legen den Staub der alten Welt ab und erkennen, dass wir die Landeinnahme nicht durch eigene Macht vollbringen, sondern durch Seinen Geist. In dieser Phase der Vorbereitung empfangen wir die Reinigung für das, was vor uns liegt.
Warum dieser Prozess und das Anlegen der geistlichen Waffenrüstung untrennbar zusammengehören, erfährst du im [→ Blogbeitrag Teil 8: Die Mischpoke & Orte Gosen].
Dankgebet
Vater,
ich danke dir.
Du hast mich getragen, als meine Kraft zu Ende war.
Du hast mich hierher geführt.
Reinige mein Herz.
Erneuere meine Kraft.
Bereite mich auf das vor, was vor mir liegt.
Führe mich zu dem Ort, an dem du mir begegnen willst.
Amen.
Siegelwort:
Du wirst getragen – nicht getrieben.
Gott reinigt dich nicht nur äußerlich. Er erneuert dein Herz und bereitet dich für Seine Gegenwart vor.
Es ist Zeit für das Sabbat-Siegel.
Schriftwort:
„Und ich will reines Wasser über euch sprengen,
dass ihr rein werdet.“
(Hesekiel 36,25)
„Nicht durch Kraft und nicht durch Macht,
sondern durch meinen Geist, spricht der HERR.“
(Sacharja 4,6)

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