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Wegmarke 1 — Der Aufbruch am Ufer

Ort: Hamburg (St. Jacobi) / Der See von Galiläa

Der erste Schritt

Der Weg ruft. Ich bitte um Wegweisung.

Fotografie eines hölzernen Wegweisers mit der Pilgermuschel an der St. Jacobi-Kirche in Hamburg.

Wegweiser am Pilgerweg bei St. Jacobi, Hamburg.

Ich stehe an einer Grenze.

Hinter mir liegt Wüste.
Vor mir liegt Land, das ich nicht kenne.

Ich bin nicht mehr dort, wo ich war.
Aber ich bin auch noch nicht angekommen.

Und ich weiß:
Ich kann nicht bleiben, wo ich bin.

Etwas in mir ist gerufen worden.
Nicht aus mir selbst.
Sondern von Gott.

Ich bin gerufen, aufzubrechen.

Noch leise.
Noch ohne klare Richtung.
Aber stark genug, um mich aufzurichten.


Ich sehe den Weg noch nicht.
Ich kenne keine Karte.
Ich habe keine Sicherheiten.

 

Und doch weiß ich:
Ich bin gerufen, mich auf den Weg zu machen.

Ich gehe nicht nur, weil ich suche.
Ich gehe, weil ich gesandt bin.

Der erste Schritt führt nicht über festen Boden.

Der Weg beginnt im Vertrauen.

Wie Abraham gerufen wurde:
Geh – in das Land, das ich dir zeigen werde.

 

Nicht aus eigener Stärke.

Nicht aus eigenem Wissen.
Sondern im Vertrauen, dass der, der ruft, auch führt.

Ich werde still.

Ich bitte um Wegweisung.

 

Nicht, um alles zu wissen –
sondern um den nächsten Schritt zu erkennen. 

 

Ich warte.

Und doch spüre ich:

Es ist Zeit, den Boden meines Lebens neu aufzubrechen.
Das Alte hinter mir zu lassen,
damit Gottes Wahrheit Raum gewinnen kann

Ich werde still.

Die Erdung im Gehen:

Mein persönlicher Aufbruch für diesen Weg begann im September 2023 an der Elbe, in Hamburg. Es war mein „See von Galiläa“ – der Ort, an dem der Ruf Jesu die Fischer aus ihrem Alltag riss. Doch Jeschua hat das Fundament dafür schon viel früher gelegt: Bereits im Juli 2013 führte Er mich auf einer ersten Pilgerreise von Undeloh über Soltau bis nach Eschede.

Diese beiden Reisen ergänzen sich wie zwei Zeugen: Was 2013 in der Stille der Heide als Suche begann, wurde 2023 zum entschlossenen Marsch aus der Metropole heraus. Es ist der Moment des Noah-Musters: Gott ruft uns, die Arche zu bauen, während die Welt noch in ihrer alten Routine verharrt. Im März 2022 endeten die 40 Jahre meiner „Wüsten-Schule“ und im prophetischen Jahr 5995 (2026) wird dieser Weg nun zur strategischen Landeinnahme.

Pilgergebet

Lieber Gott,

ich stehe an einer Grenze
und weiß nicht, wohin der Weg mich führen wird.

 

Hinter mir liegt, was war.
Vor mir liegt, was ich nicht kenne.

 

Ich spüre, dass Du mich rufst,
doch ich bin unsicher.

Ich kenne Deine Stimme noch nicht
und fürchte, mich zu täuschen.

 

Wenn Du es bist, der mich rufst,
dann lehre mich, Dich zu erkennen.

 

Wenn Du mich sendest,
dann gib mir den Mut, zu gehen.

 

Du hast gesagt:
„Sei mutig und stark.
Fürchte dich nicht und erschrick nicht,
denn der HERR, dein Gott, ist mit dir
auf allen deinen Wegen.“

 

Darauf will ich vertrauen.

Führe mich – Schritt für Schritt –
auf dem Weg, den Du bereitet hast.

 

Ich weiß nicht, wie dieser Weg aussieht.
Aber ich bitte Dich:
Lass mich nicht allein gehen.

Amen.

Siegelwort:

Der Aufbruch beginnt nicht mit großer Kraft, sondern mit der Bereitschaft, den Boden des Herzens für Gottes Strom der Wahrheit (Nahara Emet) zu öffnen. Es ist der Beginn deiner persönlichen Landeinnahme. Der Weg entsteht unter deinen Füßen, während du gehst.

 

Gott sagt: Pflüget ein Neues!

(Jeremia 4,3) 

Schriftwort:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“  (Psalm 119,105)

ChatGPT-Aquarell-Illustration einer weiten Flusslandschaft im Sonnenaufgang – Logo von Nahara Emet.

Die Pilgerbriefe vertiefen diesen Weg.

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