Passah: Das Geheimnis vom 14. Abib – Von der Befreiung Ägyptens zur Freiheit in Jeschua

Das Passah (hebräisch: פסח – Pessach) ist weit mehr als eine alte Tradition. Es wird als

ein von Gott gesetzter Zeitpunkt verstanden, der die Befreiung sichtbar macht. Um seine Tragweite zu erfassen, lohnt sich ein Blick zurück zum Ursprung: in den ersten Monat, den Monat Abib (später Nisan genannt, der erste Monat im biblischen Kalender).
📜 Der Ursprung: 14. Abib/Nisan
Am Abend des 14. Abib begann die Befreiung Israels aus der Sklaverei. Gott gebot, ein fehlerloses Lamm zu schlachten und dessen Blut an die Türpfosten zu streichen.
• 🛡️ Die Bedeutung: „Pessach“ bedeutet „Vorübergehen“ (engl. passover). Der Todesengel ging an den markierten Häusern vorüber. Es war eine Nacht der Bewahrung – und zugleich der Beginn des Aufbruchs.
• 💡 Der Zeitpunkt: Im biblischen Kalender markiert dieser Monat den Beginn eines neuen geistlichen Zyklus. Ein Anfang, der mit Befreiung verbunden ist.
🕍 Die göttliche Einheit der Feste
Passah steht nicht für sich allein, sondern ist Teil einer zusammenhängenden Abfolge von Festzeiten:
• 🍷 Passah (14. Abib):
Der Tag des Opfers. Im Glaubensverständnis vieler Nachfolger Jeschuas zeigt sich hier eine tiefe Parallele: Jeschua wird als das „Lamm Gottes“ gesehen, das sein Leben hingibt.
• 🥖 Chag HaMatzot (15.–21. Abib), das Fest der ungesäuerten Brote:
Es schließt direkt an und steht für Reinigung sowie das Ablegen des Alten. In dieser Zeit wird Jeschua als der sündlose „Brot des Lebens“ verstanden, der im Grab lag.
• 🌱 Jom HaBikkurim, der Tag der Erstlingsfrucht:
Er verweist auf neues Leben. Im Neuen Testament wird er mit der Auferstehung verbunden – Jeschua als „Erstlingsfrucht“ (1. Kor 15,20).
Diese Feste bilden gemeinsam eine Linie: Befreiung, Reinigung und neues Leben.
🛡️ Von der Befreiung zur Einnahme: Jetzt ist die Zeit
Passah ist mehr als Erinnerung – es markiert einen Wendepunkt. Gott befreit nicht, damit wir stehen bleiben, sondern damit wir weitergehen.
Als Israel unter Josua das Land betrat, geschah etwas Bemerkenswertes: Noch bevor der erste Kampf begann, feierten sie Passah – direkt an der Schwelle zum verheißenen Land, in den Ebenen von Jericho (Josua 5,10).
„Und die Kinder Israels lagerten sich in Gilgal und hielten das Passah am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, in den Gefilden von Jericho.“ (Josua 5,10)
Nicht Strategie oder Stärke standen im Mittelpunkt, sondern die Rückbesinnung auf Gottes Befreiung als Grundlage für alles, was folgen sollte.
Darin zeigt sich eine Linie, die sich auch auf unsere Zeit übertragen lässt. Seit etwa 2023 erleben viele eine Phase des Übergangs – leise, oft im Verborgenen, und doch spürbar. Vertrautes trägt nicht mehr in gleicher Weise, während das Neue noch nicht vollständig sichtbar ist.
In diesem Jahr fällt das Passahfest mit dem Rhythmus des biblischen Henochkalenders, einer alternativen biblischen Zeitrechnung, zusammen. Dies hat meinen Blick neu auf Gottes Zeiten gerichtet und damit auch auf die Frage, wie der nächste Schritt sein unter Jeschuas Führung sein wird. Wie damals unter der Führung Josua geht es nicht mehr nur um das Herausführen aus "Ägypten", sondern um das Hineinführen – um die Einnahme des Reiches Gottes unter der Führung Jeschuas. So wie Josua das Volk in das verheißene Land führte, ruft Jeschua heute dazu, Schritte in das vorbereitete Erbe zu gehen.

Das bedeutet, Vertrautes loszulassen und im Vertrauen voranzugehen – auch dann, wenn noch nicht alles sichtbar ist. Denn Jericho fiel nicht durch menschliche Stärke, sondern durch Gehorsam im richtigen Moment.
„Sei stark und mutig … denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst.“ (Josua 1,9)
Jetzt ist die Zeit.
✨ „Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ ✨
🍷 Prophetie am Tisch: Der Afikoman
Beim Sedermahl, dem traditionellen Passahabend, wird die Geschichte der Befreiung lebendig. Ein besonderes Element ist der Afikoman: Die mittlere der drei Matzen (ungesäuerten Brote) wird gebrochen, in ein Tuch gewickelt, versteckt und später wiedergefunden.
Im messianischen Verständnis wird darin ein Bild für Jeschua gesehen – gebrochen, verborgen und wieder hervorgebracht. Beim letzten Abendmahl nahm er das Brot, brach es und sagte: „Das ist mein Leib.“
📅 Ein Wort zum Zeitpunkt: Biblischer Kalender und Ostern
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass Passah und das christliche Osterfest oft auf unterschiedliche Termine fallen. Das liegt daran, dass der biblische Kalender anderen Rhythmen folgt als unsere heutigen Kalender – sowohl der gregorianische Sonnenkalender als auch der jüdische Lunisolarkalender.
Dadurch entsteht ein unterschiedlicher Blick auf die zeitliche Einordnung der Ereignisse – und damit auch auf ihre Deutung innerhalb der Heilsgeschichte.
📖 Kleines Passah-Glossar für deine Notizen

• Matzen: Ungesäuertes Brot; erinnert an den schnellen Aufbruch und steht symbolisch für Reinheit
• Afikoman: Das „Versteckte“; die gebrochene Matze zum Abschluss des Mahls
• Sederteller: Symbolische Speisen, die Sklaverei und Befreiung darstellen
• Abib / Nisan: Der erste Monat im biblischen Kalender
🔍 Möchtest du tiefer graben?
Gott hat diese Zeiten nicht zufällig gesetzt. Wenn du mehr über die Berechnung der biblischen Festzeiten und ihre Bedeutung erfahren möchtest, findest du hier eine Übersicht:
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Hast du schon einmal an einem Sederabend teilgenommen oder die Matzen-Woche bewusst erlebt? Schreib es mir in die Kommentare!



