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Wegmarke 10 –
Die Zeit der Rückkehr

Ich gehe weiter.

 

Der Weg ist ruhiger geworden.

 

Meine Schritte sind langsamer.
Und doch gehe ich in Frieden.

 

Ich komme an einen Ort,
an dem ich meinen Pilgerpass abstempeln lassen möchte.

 

Doch die Tür ist geschlossen.

 

Ich versuche es noch einmal.

 

Auch dort bleibt sie verschlossen.

 

Ich bleibe stehen.

Ich hatte erwartet,
ein Zeichen zu bekommen.

Eine Bestätigung.

Einen Abschluss.

Doch nichts geschieht.

Zuerst verstehe ich es nicht.

 

Ich bin diesen Weg gegangen.

Ich bin hierhergekommen.

 

Und doch bleibt es still.

Dann wird mir etwas klar:

 

Meine Sicherheit hängt nicht
an sichtbaren Zeichen.

 

„Zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden,
jeder, der im Buch geschrieben steht.“
(Dan 12,1)

 

Mein Name ist geschrieben.

Nicht in einem Pass.
Nicht in einem sichtbaren Siegel.

 

Sondern bei Gott im Buch des Lebens.

 

Das ist genug.

 

Ich gehe weiter.

 

Ich erreiche meine Herberge.

Ich trete ein.

Ich lege ab.

 

Und in der Stille wird es ruhig in mir.

 

Der Weg geht weiter.

 

Aber dieser Abschnitt ist zu Ende.

 

Nicht, weil der Weg aufhört.

 

Sondern weil etwas vollendet ist.

 

Ich spüre keinen Widerstand mehr.

 

Nur Frieden.

Ich weiß:

Ich werde zurückgehen.

Nicht als derselbe Mensch, sondern als jemand,

der geführt wurde.

Der Weg bleibt.

In mir.

Ich habe angenommen

dass nicht alles sichtbar bestätigt wird.

 

Ich habe mir ein Zeichen gewünscht.

Doch ich habe keines bekommen.

​​

Und ich habe verstanden:

 

Der Ewige hat meinen Weg gesehen.

Das genügt.

Ich habe erkannt

dass dieser Abschnitt vollendet ist

 

Ich bin nicht am Ziel.

 

Aber ich bin an einem Abschluss.

 

Ein innerer Punkt des Friedens.

Ich bin bereit, zurückzukehren

Der Weg geht weiter.

Nicht äußerlich,

sondern in mir.

Gebet

Vater,

ich danke dir.

Du hast mich geführt auf diesem Weg.

Du hast mich bewahrt und getragen.

Du hast mir gezeigt, dass du nahe bist. 

 

Auch ohne sichtbare Zeichen
warst du da.

 

Hilf mir, das Empfangene zu bewahren.

 

Und dir zu vertrauen,
auch wenn ich nichts sehe.

 

Führe mich weiter.

Amen.

Siegelwort:

 

Nicht alles wird sichtbar bestätigt.

Doch was bei Gott gilt,
trägt.

Das wichtigste Siegel deines Weges trägt nicht dein Pass, sondern dein Name im Herzen Gottes.

Schriftwort:

„Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“
(Prediger 3,1)

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Die Pilgerbriefe vertiefen diesen Weg.

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