Wegmarke 2 –
Die ersten Schritte
Der Boden ist noch weich
Er ist nicht fest.
Er gibt unter meinen Füßen nach.
Der Sturm ist vorüber, doch seine Spuren sind noch da.
Äste liegen verstreut.
Treibgut am Ufer.
Algen und nasser Sand.
Ich hatte neue Schuhe vorbereitet.
Doch ich ziehe sie noch nicht an.
Sie bleiben im Rucksack.
Die alten Schuhe tragen mich noch.
Der Weg fühlt sich anders an, als ich es erwartet hatte.
Schwerer.
Langsamer.
Und doch höre ich es leise:
Wie den fernen Schall einer Posaune (Jer 4,5),
die zur Sammlung ruft.
Ein Signal, das mir sagt:
Bleib nicht stehen.
Der Weg hat begonnen.
Am Horizont liegt Licht.
Kein Sturm mehr.
Nur Weite.
Ich gehe weiter.
Vorsichtig.
Schritt für Schritt.
Stoßgebet
Oh Gott,
bin ich hier richtig?
Kann das wirklich der Weg sein?
Wenn Du hier bist,
dann geh mit mir.
Amen
Siegelwort:
Gott bläst die Posaune im Land (Jer 4,5).
Er ruft uns zusammen, weg vom Treibgut der Vergangenheit,
hin in die Sicherheit Seiner Nähe.
Der Weg zeigt sich dem, der bereit ist, den ersten Schritt zu tun.
Schriftwort:
„Der Mensch denkt sich seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.“
(Sprüche 16,9)

